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Kinder und Gemüse! Ein ewiger Kampf oder doch Harmonie?

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Die meisten kennen sicherlich den Spruch „iss doch bitte dein Gemüse“. Mühselig versucht man irgendwie, dass die eigenen Sprösslinge genügend Obst und Gemüse essen. Obst geht dann noch einfacher, weil es süß ist, aber mit Gemüse stehen viele Kinder auf Kriegsfuß.

Wie kann das sein?

Es gibt viele Möglichkeiten, warum Kinder Gemüse ablehnen. Meine Beobachtung bei meinen Kindern ist, dass die folgenden Dinge stören:

  • das Gemüse ist verkocht und matschig
  • das Gemüse ist nicht mehr erkennbar, da in Soße ertränkt
  • das Gemüse ist mit Gemüse vermischt
  • iiihhhh da ist eine Zwiebel dran

Na, wer erkennt seine Liebsten wieder?  Es sind natürlich nur einige Beispiele, warum Gemüse abgelehnt werden könnte.

Ja es ist manchmal wirklich schwierig das richtige Essen auf den Tisch zu stellen.

 

Instinktive Ablehnung?

Zum Beispiel mag mein Großer seit er richtig isst, keinen Spinat. Er hat es mir zu liebe immer mal wieder versucht, aber er ekelt sich einfach davor – keine Ahnung warum. Vielleicht ist das eine natürliche Abneigung gegen etwas, was vom Körper nicht gut vertragen wird.

Ich finde es wichtig, dass die Kinder einen natürlichen Instinkt, was Essen angeht, beibehalten. Also lass ich ihn damit in Ruhe, was nicht weiter tragisch ist, da er sonst eigentlich ausreichend Gemüse isst. Wenn wir also Spinat essen, was wiederum meinen Kleinen total begeistert, dann mache ich auch gleichzeitig Grünkohl in gleicher Art und Weise, wie den Spinat. Den mag eh jeder von uns und der Aufwand ist mir nicht zu groß.

Auch akzeptiere ich es, wenn meine Kinder ab und an keinen Hunger haben. Wir haben uns als Erwachsene leider oftmals angewöhnt ständig zu essen, obwohl gar kein richtiger Hunger vorhanden ist.

 

Hunger oder doch Durst?

Zudem erkennen wir dadurch auch kaum noch den Unterschied zwischen Hunger und Durst und essen statt einfach mal ein Glas Wasser zu trinken. Bei meinen Kindern ist das noch natürlicher und ich lasse sie, wenn sie mal nicht so einen großen Appetit haben oder einfach später essen wollen.

In der Regel klappt das ganz gut und wir haben trotzdem ein harmonisches Essen zu relativ geregelten Zeiten. Mir ist es zudem wichtig, wenn gegessen wird, wir am Tisch und in Ruhe essen und nicht mal eben zwischendurch und nebenbei.

 


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Kinder und ihre Phasen

Es ist bei unseren beiden Kindern so, dass sie phasenweise mal was mögen und dann auch wieder nicht. Es ist manchmal zum Haare raufen, aber ich denke, dass ich damit nicht alleine bin.
Bei uns wird es so gehandhabt, dass das Essen, welches wir zubereitet haben, probiert wird, bevor es direkt aus rein optischen Gründen schon Abneigung erfährt.

Es ist wirklich schon häufig vorgekommen, dass meine Kinder das Gesicht verzogen haben und nachdem sie das Essen probiert hatten, festgestellt haben, dass es ja doch ganz lecker ist und zack war es auch schon verputzt. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss und klappt bisher sehr gut. Unsere Kinder allerdings zu etwas zwingen, was sie nicht mögen, möchte ich nicht und halte ich auch für den falschen Weg.

Was gibt es für Möglichkeiten, wie meine Kinder mehr Gemüse essen?

Vorbild sein
Schon öfter ist mir aufgefallen, dass Kinder Gemüse verweigern, weil sie es entweder gar nicht kennen, einer oder sogar beide Elternteile selbst kaum oder gar kein Gemüse essen. Lehnt der Papa die gekochte Kürbissuppe der Mama ab und schmiert sich lieber ein Nutellabrot, muss man sich nicht wundern, wenn die Kinder das nachahmen.

 

Rohkost
Das ist was Kinder meistens lieber essen. Bei unseren ist das so und bei anderen habe ich das auch schon oft erlebt und auch in Gesprächen mitbekommen.

Stell ihnen immer Rohkost zur Verfügung, ob in der Brotdose, zuhause für Zwischendurch, zum Essen als Beilage. Einfach ein paar Möhren, Gurken oder Paprikasticks dazu geben.

Auch mal ausgefallenere Sticks hinlegen, wie rote Beete, Champignons, Selleriestangen, Brokkoliestücke usw. Diese Sorten können auch beim Kochen probiert und dann mit in den Rohkostteller integriert werden. Ein passender Dip könnte die Sache manchmal noch spannender machen – z. B. Hummus o.ä.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob etwas roh gegessen werden kann, unbedingt einmal googeln. Dazu zählen beispielsweise Bohnen und Hülsenfrüchte, die vorher gekocht werden müssen.

 

Pixabay – Free-Photos / 9109 images

 

Gemüse getrennt voneinander zubereiten 
Meine Kinder essen Gemüse lieber, wenn sie sehen was sie essen und wenn es am besten noch getrennt voneinander liegt. Einfache Gerichte, wie Backofengemüse ist dafür super geeignet oder generell bunte Teller.

 

Gemüse zum selbst nehmen
Wie beispielsweise bei Wraps, Burgern, Salattellern usw.

 

Selbst kochen lassen oder beim Kochen miteinbeziehen
Das machen meine Kinder von Anfang an total gerne mit. Kochen finden sie klasse. So wird geschnippelt, probiert und am Ende kommt etwas Leckeres dabei raus. Einfach super. So lernen sie direkt die Dinge kennen, die beim Kochen verwendet werden.

 

Selbst mal entscheiden lassen
Was für Gemüse im Einkaufskorb und im Essen landet. Auch eine prima Idee, vor allem können beim Einkaufen Sachen im Einkaufskorb liegen, die du vielleicht auch noch nicht verwendet hast.

 

Smoothies
Sie können eine super Gemüseergänzung sein. Aber nicht die gekauften, sondern selbst hergestellt aus beispielsweise Banane, Ananas, Spinat, ein paar Datteln, Mandelmus und Wasser. So hast du schon wieder eine Portion Gemüse und andere gesunde Nährstoffe deinem Kind zur Verfügung gestellt.

Meine Kinder lieben frische Smoothies in verschiedenen Variationen. Auch eingefroren als Eis sind sie sehr beliebt. Der Gemüseanteil kann nach Belieben gesteigert werden. Je nachdem, was du und dein Kind am liebsten mögen und was es geschmacklich akzeptiert.

 

Gib dem Essen einen lustigen Namen
Da fahren meine Kinder immer noch total drauf ab. Es muss gar nicht kompliziert sein. Ich habe damit angefangen, als ich mir Salat aufs Brot gelegt habe und sie das nie wollten. Dann habe ich die Salatblätter etwas aus dem Brot hängen lassen, mein Brot ist abgehoben und als Drachenbrot ein paar runden geflogen. Na, wer isst jetzt auch immer fleißig Drachenbrot? So einfach kann das manchmal sein. Hier noch ein weiteres Rezept, wo die Fantasie bei meinen Kindern Purzelbäume geschlagen hat.

 

 

Dein Kind nicht zu etwas zwingen.
Lieber Alternativen finden, womit alle glücklich sind. Und jeder kennt bestimmt ein Lebensmittel, welches er als Kind abgelehnt hat und jetzt als Erwachsener liebend gerne isst. Kinder und Geschmäcker ändern sich im Laufe der Zeit.

Zudem kann Geschmack auch trainiert werden. Muttermilch ist beispielsweise süßlich, was Kinder auch weiterhin gerne bevorzugen. Sie müssen lernen, wie natürliches Essen schmeckt. Und Süße kann auch gesund in Gerichte integriert werden, wie beispielsweise Karottensalat mit Apfel oder eine fruchtige Salatsoße, die mit Obst oder Datteln gesüßt wurde.

Wenn aber hauptsächlich Fastfood oder generell Fertigessen serviert wird, wird eine Gurke oder anderes Gemüse geschmacklich erstmal nicht mithalten können. Fertigessen ist stark verarbeitet, überwürzt, überzuckert, mit Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen belastet, was den Geschmack natürlich stark verändert und natürliches Essen nicht so intensiv wirken lässt. Der Umschwung auf naturbelassene Lebensmittel darf dann kreativ sein, um seine Liebsten wieder umzugewöhnen.

 

Essen soll Spaß machen
Zudem soll gesundes Essen Spaß machen und Freude hervorrufen. Werden Kinder aber zu gesundem Essen gezwungen, kann der Segen in der Familie schnell schief hängen und das gemeinsame Essen zur täglichen negativen Herausforderung werden, was eigentlich harmonisch und mit Genuss stattfinden sollte. Ich finde, dass gemeinsame Essen, kann eine wunderbare und intensive Familienzeit bedeuten, was in der heutigen Zeit schnell im hektischen Alltag untergeht.

 

Essen aus dem Garten
Wenn ihr einen Garten habt, dann könnt ihr wunderbar euer Gemüse selbst anbauen. Tomaten, Gurken, Beeren sind optimal zum Naschen.
Habt ihr keinen Garten, kann auch die Fensterbank für selbst gezogene Sprossen herhalten (was natürlich auch mit Garten optimal ist). Zu sehen wie etwas wächst, was selbst gepflanzt wurde, ist für Kinder interessant und kann die Abneigung gegen Gemüse, Kräuter, Sprossen usw. mindern.

 

Obst wird meist besser angenommen
Wie bereits erwähnt, ist Obst eher weniger das Problem, aber auch das kann man wunderbar integrieren, wenn es nicht so angenommen wird:

  • Eis aus gefrorenen Bananen und Beeren mit Datteln gesüßt.
  • Obst als Rohkost oder auch, wie oben erwähnt, im Smoothie
  • Obstsalat im Sommer
  • Brot mit Apfel-, Birnen-, Erdbeer- oder Kiwischeiben belegen. Das kenne ich noch von meiner Oma und meine Kinder mögen es jetzt auch sehr gerne. Als Untergrund eignet sich sehr gut Mandelmus oder ein anderes Nussmus.

 

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und euer Gemüseverzehr und auch Obstverzehr wird dadurch stressfrei immer größer und euer Spaß am Essen wird nicht getrübt. Denn die Freude am Essen finde ich sehr wichtig.

 

Nicht verzweifeln am eigenen Sprössling!

Es kann manchmal wirklich schwierig sein, da alle Kinder ihren eigenen Kopf und Launen haben. Meine beiden Jungs sind sowas von unterschiedlich. Ich kann demnach keinen allgemeinen Rat geben, der auf jedes Kind zutreffen würde. Einfach mal probieren, was geht und was eben nicht. Es würde mich freuen, wenn die genannten Tipps eine Inspiration für dich und deine Familie sind und euren Gemüsemuffeln etwas mehr Freude beim Essen von Gemüse und Obst beschert. Das Wichtigste ist, dass du entspannt bleibst – ja das sagt sich so einfach und ganz bestimmt bin auch ich nicht immer entspannt, wenn es um das Thema Essen oder auch andere Sachen in der Kindererziehung geht, aber wie heißt es so treffend: ,,Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck.

 

Probleme Ernst nehmen

Sollte dein Kind schon erhebliche Probleme mit dem Essen haben, solltest du nicht lange zögern und den Rat eines Arztes, Psychologen oder Ernährungsberaters (auch gerne in Kombination) einholen. Beispielsweise wenn dein Kind Essen aus psychischen Problemen ablehnt, wie etwa durch ein gestörtes Selbstbild, unsinnige Hungerdiäten, Erbrechen nach dem Essen, immer stärker werdendes Übergewicht, etc. Auch hier ist der ganzheitliche Blick wichtig und es sollten sich die Fragen gestellt werden, warum verhält sich mein Kind entsprechend.

Wenn du überhaupt nicht weiter weißt und benötigst Unterstützung bei der Umsetzung eine gesunde Ernährung in deine Familie zu integrieren, kannst du mich gerne kontaktieren.

 

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis:

Die Informationen stellen keine medizinischen Ratschläge dar und ersetzen keine ärztliche Behandlung oder Therapie. Meine AGB findest du hier.

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